Wenn der Weg Teil des Paradieses ist.
Auf Menorca gibt es wunderschöne Strände. Viele. Aber nur wenige kann man wirklich erleben. Cala Pilar ist einer davon. Nicht, weil er der bequemste oder am besten erreichbare ist, sondern gerade wegen des Gegenteils. Hierher gelangt man nicht zufällig. Man gelangt zu Fuß dorthin, Schritt für Schritt, lässt den Lärm hinter sich und taucht nach und nach in die wildeste Landschaft des Nordens der Insel ein.
Wir bei Minura Hotels glauben, dass die besten Erlebnisse nicht immer die einfachsten sind, sondern diejenigen, an die man sich erinnert. Und Cala Pilar ist genau das: ein kleines Abenteuer, das schon lange vor dem ersten Schritt auf den Sand beginnt.
Der Start: parken und loslaufen
Um nach Cala Pilar zu gelangen, muss man das Auto vergessen … und das ist eine gute Nachricht. Vom nächsten Parkplatz aus geht es zu Fuß weiter auf einem Weg, der durch Wälder, offene Lichtungen und Abschnitte mit rotem Boden führt. Die Strecke dauert je nach Tempo zwischen 30 und 45 Minuten und folgt teilweise dem historischen Camí de Cavalls, dem Weg, der ganz Menorca umrundet.
Es ist keine schwierige Wanderung, aber an einigen Stellen uneben, besonders am Ende. Deshalb empfehlen wir immer, festes und bequemes Schuhwerk zu tragen. Hier kommt man nicht in Eile her. Man kommt, um den Weg zu genießen.
Und das merkt man vom ersten Moment an.
Ein Weg, der von Menorca erzählt: Geologie und Leben
Während du voranschreitest, verändert sich die Landschaft und begleitet dich. Zu Beginn spenden die Steineichen- und Weißkiefernwälder Schatten und ein angenehmes Gefühl von Frische. Wenn du dir die Steineichen (Quercus ilex) genau ansiehst, wirst du feststellen, dass viele von ihnen krumme Stämme haben; das ist ihre Art, sich an die Kraft des Tramontana anzupassen, des Nordwinds, der die Insel formt.
Weiter vorne öffnet sich der Weg und gibt den Blick auf die raue Natur der Gegend frei. Du befindest dich auf dem Boden des „Tramontana“-Menorca, dem geologisch ältesten Teil der Insel, der mehr als 250 Millionen Jahre alt ist. Der Boden färbt sich aufgrund der Tonerden und Sandsteine aus dem Perm-Trias-Zeitalter rotlich und gibt einen Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird.
Wenn man genau hinschaut, verrät der Weg alles:
Widerstandsfähige Vegetation
Du siehst niedrige Sträucher wie den Mastixstrauch und den Socarrall (eine dornige, auf den Balearen heimische Art), die dicht am Boden wachsen, um sich vor dem Salz zu schützen.
Dünensysteme
An der Küste angekommen, wirken die Dünen wie natürliche Mauern, die den Sand festhalten und das Landesinnere vor der Meereserosion schützen.
Fauna am Himmel
Schau zu den Lehmklippen hinauf. Es ist sehr häufig, den Rotmilan (auf Menorquinisch „miloca“) mit seinem charakteristischen gegabelten Schwanz gleiten zu sehen, oder sogar den majestätischen Fischadler, der in den klaren Gewässern des Meeresreservats nach Beute sucht.

Tipps für Entdecker:
Genügend Wasser: Es gibt keine Brunnen oder Strandbars. Nimm mindestens 1,5 Liter pro Person mit.
Meeresschutzgebiet: Du befindest dich in einem Schutzgebiet. Das Schnorcheln hier ist ein Erlebnis der Extraklasse; vergiss deine Taucherbrille nicht, um die Posidonia-Wiesen und bunten Fische zu sehen.
Der rote Lehm: Vielleicht triffst du auf Menschen, die sich Lehm auf die Haut auftragen. Auch wenn dies eine beliebte Tradition ist, denk daran, dass dies die Erosion der Hänge beschleunigt. Genieße den Lehm lieber nur mit den Augen!
